Aufräumcoach Rita Schilke in SAT.1 spricht zum Thema "Im Frühling ausmisten"

Jetzt im Frühling ausmisten: Aufräum- und Ordnungs­coach Rita Schilke im SAT.1 Frühstücks­fernsehen

Wie motiviert man sich selbst, den Partner und die ganze Familie jetzt im Frühling zum Ausmisten und zu mehr Ordnung? Warum ist jetzt ein guter Zeitpunkt mit dem Ausmisten loszulegen?

Darüber spreche ich im SAT.1 Frühstücksfernsehen. Hier meine Antworten auf die Interviewfragen und einige Gedanken mehr zum Thema „Jetzt im Frühling ausmisten“.

Warum eignet sich denn ausgerechnet jetzt der Frühling zum Ausmisten?

Draußen scheint die Sonne. Alles fängt an zu blühen. Am schlimmsten ist es, wenn die Sonne von draußen reinscheint. Wir sehen die schmutzigen Scheiben. Da kommt sofort der Gedanke: „Oh Gott, ich muss die Fenster putzen und aufräumen.“

Foto: Rita Schilke im SAT.1 Frühstücksfernsehen

Rita Schilke im SAT.1 Frühstücksfernsehen

Wie die Natur draußen alles neu macht, wollen wir in unserem Zuhause auch neu anfangen.

Sollte ich erst einen Plan machen?

Ja, auf jeden Fall. Ein Plan ist wichtig.

Und dann kommt es darauf an, sich nicht alles auf einmal vorzunehmen. Also nicht die ganze Wohnung auf einmal aufräumen zu wollen.

Gut ist deshalb, sich kleine Ziele zu setzen. Wenn ich zum Beispiel am Wochenende in der Küche aufräumen möchte, nehme ich mir nicht gleich die ganze Küche vor. In einem ersten Schritt konzentriere ich mich auf einen Schrank oder eine Schublade. Wenn ich die komplett ausgeräumt, ausgemistet und wieder schön eingeräumt habe, freue ich mich an dem Ergebnis. Dann bin ich motiviert, am nächsten Tag weiterzumachen.

Oder ich habe so viel Energie, und räume gleich eine weitere Schulbade auf.

Wo sollte man denn anfangen mit dem Aufräumen?

Mein Standard-Spruch fürs Anfangen mit dem Aufräumen ist: „Fangen Sie dort mit dem Aufräumen an, wo Sie der Schuh am meisten drückt!“. Es gilt also den spezifischen Brennpunkt in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus ins Visier zu nehmen. Das ist der Ort, an dem zu viel Angesammeltes herumliegt und stört. Das ist bei den einzelnen Menschen ganz unterschiedlich.

Bei meinen Kunden fange ich oft als erstes im Flur mit dem Aufräumen und Ausmisten an. Hier hängen viele Jacken und Mäntel und stehen Schuhe und die Spielsachen der Kinder herum. Im Flur sehen Sie aber auch die Ergebnisse des Ausmistens und Aussortierens auf Anhieb. Das motiviert zum Weitermachen.

Häufig geht es zunächst einmal darum, in einem Raum den Boden freizuräumen. Das ist bei vielen meiner Kunden notwendig und die Voraussetzung für weitere Schritte. Der Boden sollte zuerst freigeräumt sind.

Eine weitere Voraussetzung fürs Aufräumen ist, dass genügend Platz vorhanden ist oder geschaffen wird. Es bringt nämlich nichts, wenn alle Sport-T-Shirts in den Schrank gequetscht werden, so dass er überquillt. Es geht also ums Ausmisten.

Wie schaffe ich es, mich von alten Sachen zu trennen?

Oft tragen wir vor allem unsere Lieblingsstücke. Viele Hosen, Röcke, T-Shirts und Hemden bleiben das ganze Jahr über unberührt im Schrank. Ich bin also gefordert, mir beim Ausmisten und Aussortieren über einiges klar zu werden. Bei meinen Kundeneinsätzen unterstütze ich diesen Klärungsprozess mit meinen Fragen. Nehmen Sie also jedes Teil in die Hand und fragen Sie sich:

  • Gefällt es mir noch?
  • Wann habe ich es zuletzt angezogen oder benutzt?
  • Funktioniert es noch?
  • Muss es geflickt oder repariert werden?
  • Habe ich überhaupt Platz dafür?
  • Würde ich es vermissen?
  • Ist es mir wichtig
  • Hängt mein Herz daran?

 

Denken Sie nicht: „Irgendwann passe ich da wieder rein“. Das ist leider eine Illusion, der wir uns allzu gerne hingeben. Behalten Sie lieber die Kleidungsstücke, die Ihnen wirklich gefallen, die Ihnen passen und die Sie gut miteinander kombinieren können.

Nicht jeder im Haushalt ist aber gleich motiviert. Wie ist es zu schaffen, alle Mitglieder zum Ausmisten im Frühling und Aufräumen zu bewegen?

Der wichtigste Punkt, wenn mehrere Personen im Haushalt leben, ist: miteinander reden. Also die ganze Familie, das Paar oder die Wohngemeinschaft kommt an einem Tisch zusammen. Gemeinsam besprechen alle, worauf es für sie beim Thema „Ordnung“ ankommt. Und was sie bereit sind, dafür zu tun. Im Fokus stehen bei diesem Gespräch die gemeinsam genutzten Räume wie Flur, Küche, Bad und Wohnzimmer. Nach dem Gespräch folgt der gemeinsame Plan. Dieser enthält, was im Haushalt zu erledigen ist und wer welche Aufgaben übernimmt. Wenn alle Mitbewohnerinnen und Mitbewohner an den Entscheidungen beteiligt sind, akzeptieren sie leichter Neuerungen und übernehmen Verantwortung.

Und wie kommen Chaoten und Ordnungsliebende zusammen, ohne dass es im Streit endet?

Mein Tipp: wirklich miteinander reden. Aussprechen, was man fühlt und was einen belastet. Die persönlichen Vorlieben berücksichtigen. Es geht darum, gemeinsam die Ordnung zu finden, die zu den jeweiligen Personen passt. Bis dahin hilft es Ordnungsfans, wenn sie ihr eigenes Reich haben. Das gilt auch für Aufräummuffel. In einem abgegrenzten Revier kann jede Person nach ihrem Belieben dann tun, was sie möchte.

Außerdem hilft es, eine positive Zielvorstellung zu entwickeln und damit den Partner oder die Partnerin zu überzeugen.

Auf jeden Fall ist es wichtig, an die Kinder zu denken. Ihnen gegenüber haben wir eine Vorbildfunktion. So lernen Kinder von Anfang an das Aufräumen und Ordnung halten.

Mein abschließender Tipp fürs Ausmisten im Frühling

Gehen Sie nie mit leeren Händen aus dem Haus.

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